Google Analytics Kampagnentracking mit _setAllowAnchor

18. Juni 2010

Das manuelle Kampagnentracking von Google Analytics bietet eine hervorragende Möglichkeit, jegliche Online Marketing-Maßnamen zu tracken. Die Vorgehensweise ist unter Verwendung des Google Analytics URL Builders denkbar einfach und (hoffentlich) selbsterklärend. In diesem Post sollen hingegen die Vorzüge der _setAllowAnchor Methode vorgestellt werden.

Funktionsweise von _setAllowAnchor

Das Einfügen der nachstehenden Codezeile in den Google Analytics Code erlaubt es Google Analytics, die Raute (#) auszulesen.


<script type="text/javascript">
  var _gaq = _gaq || [];
  _gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXX-X']);
  _gaq.push(['_setAllowAnchor', true]);
 

Wichtig hierbei: Es werden nur die nach der # folgenden Kampagnenparameter ausgelesen. Andere Parameter werden nicht in die Analytics Reportings übernommen. Außerdem sollte der Aufruf IMMER direkt nach dem _setAccount Aufruf folgen, andernfalls kann es zu Funktionsproblemen kommen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn man mit _setCustomVar arbeitet.

Warum auf _setAllowAnchor umstellen?

Dies ist die Frage aller Fragen. Dazu sollten wir uns einmal den diesen Link ansehen. Wie zu sehen ist, werden knapp 7 Millionen Seiten indexiert (Stand: 18. Juni 2010), die den Google Analytics Kampagnen Parameter in der URL haben. Hier liegt also die Problematik doppelten Contents vor. Bei häufiger Verwendung des manuellen Google Analytics Kampagnen Trackings kann es also zu Problemen im Organischen Ranking kommen.

Anwendungsbeispiele von _setAllowAnchor

Nachdem die entpsrechende Codezeile in den Google Analytics Code eingefügt wurde, kann das Kampagnen Tagging schnell und einfach Suchmaschinenfreundlich gemacht werden. Nachstehend einige Anwendungsbeispiele:


http://seite.com/#utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_campaign=facebook_like

http://seite.com/index.html#utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_campaign=facebook_like

http://seite.com/index.php?id=22#utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_campaign=facebook_like

http://seite.com/index.php?id=22&lang=de#utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_campaign=facebook_like

Durch die Verwendung von “#” statt “?” bzw. “&” werden also jegliche inhalte ab der Raute bei der Indexierung durch Suchmaschinen abgeschnitten, die URL bleibt damit suchmaschinenfreundlich.

Yahoo Kampagnen in Google Analytics tracken

18. Juni 2010

Mit dem heutigen Post möchten wir zeigen, wie sich Yahoo Search Marketing Kampagnen mittels dynamischer Kampagnen-Parameter schnell und einfach in Google Analytics importieren lassen.

Yahoo Tracking URLs verstehen

Yahoo Tracking URLs reichern eine Ziel-URL mit zusätzlichen Informationen über die Kampagnen an. Die für uns relevanten Parameter sind:

Yahoo Parameter Information
OVKEY Suchbegriff oder Ausdruck, auf den geboten wird
OVRAW Tatsächliche Suchanfrage des Nutzers
OVADID Ausgestrahlte Anzeigenvariante
OVCAMPGID Kampagne
OVADGRPID Anzeigengruppe

Tracking Strategie ausarbeiten

Nachdem wir nun verstehen, welche Parameter für welche Informationen stehen, können wir die Yahoo Tracking URLs auf das Google Analytics Kampagnen Tracking matchen. Vorher sollten wir uns noch überlegen:

1) Möchten wir den eingebuchten Suchbegriff oder aber die Suchanfrage des Nutzers übergeben?
Letzteres bietet die Möglichkeit, in Analytics direkt Streuverluste - verursacht durch weitgehend passende Keywords - zu erkennen.

2) Möchten wir die Anzeigengruppen oder Kampagnenvariable an Google Analytics übergeben?
Sofern wir beispielsweise viele Anzeigengruppen in unseren Yahoo Kampagnen haben, macht ersteres sicher Sinn.

Ziel URL in Yahoo hinterlegen

Nachdem wir uns entschieden haben, welche der beiden Parametervarianten wir in Google Analytics angezeigt bekommen möchten, hängen wir den folgenden Parameter an unsere Yahoo Ziel URLs:

?utm_source=yahoo&utm_medium=cpc&utm_term={OVRAW}&utm_content={OVADID}&utm_campaign={OVADGRPID}

Die Yahoo Kampagnen werden nun in Google Analytics erfasst. Dabei werden zur besseren Übersicht als Google Analytics Kampagnenparameter die Yahoo Anzeigengruppen übergeben {OVADGRPID}, zusätzlich können die direkten Suchanfragen {OVRAW} der Yahoo Nutzer erfasst werden:

Mehr Informationen zum Yahoo Kampagnentracking:
http://help.yahoo.com/l/de/yahoo/ysm/sps/screenref/16897.html

Google Analytics jetzt rechtssicherer

26. Mai 2010

Google bietet Webseitenbetreibern nun die Möglichkeit, Google Analytics rechtssicher zu machen. Standardmäßig erfasst Google Analytics die komplette IP Adresse der Nutzer und speichert diese auf seinen Servern in den USA.  Zwar haben die Webseitenbetreiber selbst keinen Einblick in die durch Google Analytics geloggten IP Adressen, trotzdem stufte der Düsseldorfer Kreises dieses Vorgehen als nicht rechtskonform ein, da so Nutzungsprofile erstellt werden könnten. Wie genau Webseitenbetreiber dies anhand der IP mittels Google Analytics anstellen wollen würden wir trotzdem zu gerne wissen…

Anhand des hinzufügens einer einfachen Codezeile lässt sich die IP nun um das letzte Oktett kürzen. Nachstehend der Code einmal nach der alten traditionellen und der neuen asynchronen Variante:

_gat._anonymizeIp(); //traditionell

_gaq.push(['_gat._anonymizeIp']); //asynchron

Die IP ist nun anonymisiert, eine Rückverfolgung zum Nutzer kann nicht mehr vorgenommen werden, genausowenig können sogenannte “Nutzungsprofile” (für mich das Unwort des Jahres) erstellt werden. Das Geotargeting funktioniert laut Aussage des Google Analytics Teams weiterhin, die Berichte sind jedoch weniger exakt. Am Beispiel des neuen asynchronen Google Analytics Codes sollte der komplette Code dann so aussehen:

<script type="text/javascript">
var _gaq = _gaq || [];
_gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXXXX-X']);
_gaq.push(['_setAllowAnchor', true]);
_gaq.push(['_gat._anonymizeIp']);
_gaq.push(['_trackPageview']);
(function() {
var ga = document.createElement(’script’); ga.type = ‘text/javascript’; ga.async = true;
ga.src = (’https:’ == document.location.protocol ? ‘https://ssl’ : ‘http://www’) + ‘.google-analytics.com/ga.js’;
var s = document.getElementsByTagName(’script’)[0]; s.parentNode.insertBefore(ga, s);
})();
</script>

Wer als Internetnutzer gar nicht durch Google Analytics getrackt werden will, der möge sich hier das passende Opt-Out Plugin für den Browser seiner Wahl herunterladen.

Den vollen Artikel zum Thema finden Sie im Google Conversion Room. Ob Google Analytics damit nun den deutschen Gesetzesvorgaben entspricht kann an dieser Stelle nicht zweifelsfrei bestätigt werden. Mit Spannung erwarten wir erste Einschätzungen deutscher Rechtsexperten zum Thema.

Antworten auf unser Interview bei selbstaendig-im-netz.de!

10. Februar 2010

hallo zusammen,

ich wurde neulich auf selbstaendig-im-netz.de interviewt und da einige Fragen aufgetaucht sind. Poste ich hier einmal mein Feedback:

Danke für das Feedback zu diesem Interview. Ich versuche mal einige Punkte weiter zu beantworten, so fern das hier überhaupt möglich ist. Ihr wollt ein paar Fakten haben? Dann schauen wir mal, welche Fakten wir denn hier haben ;-)

Fakt 1: Unsere Kundenangebote, sowohl im Bereich SEM als auch SEO werden individuell mit den Kunden vereinbart. Maßgebliche Einflussfaktoren sind u.a. Budget, Ausgangslage, erwartete Ziele, Zeitplan. Und hier gleicht kein Projekt dem anderen, entsprechend individuell gehen wir an die Materie heran.

Fakt 2: Einige konkrete Beispiele und Case-Studys mit Kunden, die uns die Freigabe erteilt haben:
http://www.e-wolff.de/adwords-optimierung-beispiel.html
http://www.e-wolff.de/downloads/conversion-optimierung-beispiel.pdf
http://www.e-wolff.de/downloads/adwords-optimierung-beispiel.pdf
http://www.e-wolff.de/downloads/usability-optimierung-beispiel.pdf
http://www.e-wolff.de/downloads/e_wolff-Steigerung-der-Conversion-Rate-um-196-Prozent-durch-Video-Content-Testing.pdf

Fakt 3: Vergütungsmodelle SEM:

  • Honorare bzw. Agenturservice (pauschal, auf Stundenbasis oder z.B. 10-15% vom ausgegebenen Budget)
  • Mix-Modelle: Grundgebühr + erfolgsabhängige Komponente. Beispiel: 800 Euro Grundgebühr/Monat plus 0,90 Euro je Sale. Über 70% des Honorars sind bei einem Kunden so erfolgsabhängig.
  • Die Modelle lassen sich natürlich skalieren, in Abhängigkeit von Budget, Ausgangslage, Ziele

Grundsätzlich werden diese Agenturleistungen immer nach Leistungserbringung berechnet.

Fakt 4: Vergütungsmodelle SEO - Grundsätzlich

  • Beratungsprojekte, z.B. nach Stundenaufwand
  • Kontinuierliche Optimierungen: Grundgebühr + monatliche Optimierung + Erfolgsprovision (z.B. je Keyword, je Position, je Besucher etc.)

Fakt 6: Beispiel 1 – SEO: (Ich bereite dazu noch eine Case-Study auf, mit Traffic-Zahlen.)

  • Thema: Seminare/Workshops
  • Start: März 09 - Übernahme eines Projekts von einer anderen SEO-Agentur. Alte SEO-Agentur, zieht Links ab, Rankings rutschen ab usw…
  • Heute: Dezember 09 – Über 50% mehr Traffic aus den organischen Ergebnissen (ohne Brand) im Vergleich zu Dezember 08. Trotz anfänglicher Rückschläge etc.
  • Investitionen: März – Oktober 2009 < 4.000 Euro
  • Abrechnung Dezember: 450 Euro – davon sind ca. 50% fix und ca. 50% erfolgsabhängig (tatsächliche Top5 bzw. Top10 Platzierungen).
  • Vergleich: AdWords-Traffic zu diesen Keywords kostet je Klick rund 0,70 Euro

Fakt 7: Beispiel 2 – SEO: Investitionsgüter, Thema Hausbau

  • Start Oktober/November 2008
  • Ausgangslage: Keine Platzierungen, Einzelunternehmer, besaß nur das Telefon und die Website als Vertriebskanal, niedriger fünfstelliger Umsatz/Monat
  • Optimierung ausgewählter Keywords (ca. 10 Stück)
  • Budget SEO: < 4.000 Euro für 12 Monate
  • Heute: Top10 bzw. Top5 Platzierungen, monatlicher Umsatz des Kunden liegt nun im mittleren sechstelligen Bereich, es werden mehrere Montageteams beschäftigt, weiterhin wird nur die Website für den Vertrieb genutzt
  • Abrechnung Dezember 09: < 1500 Euro/Monat. Davon sind ca. 90% variabel (Top5 bzw. Top10 Positionen).

Fakt 8: Fragen zu Durchschnitten: „Wie lange braucht SEO im Schnitt? Was kostet SEO im Schnitt? Wie lange braucht es bis zu sichtbaren Verbesserungen? etc.“. Sind meiner Meinung nach absolut nicht zielführend, da sich die Werte von Projekt zu Projekt und von Ausgangslage zu Ausgangslage unterscheiden.

Fakt 9:  Ranking-Algorithmus – das Google & Co. manchmal eigen ist, dürfte hinreichend bekannt sein. Auch das hat Auswirkungen auf Vergütungsmodelle, Vorgehensweise und so sind manchmal auch Anpassungen am Vertrag notwendig.

Fakt 10: Konkurrenten – dass Konkurrenten plötzlich „Gas geben“ dürfte auch bekannt sein ;-)

So, nun ist die Antwort länger geworden als gedacht: Unsere Stärke liegt darin, dass wir individuell auf Kunden eingehen können und wollen – ich hoffe, dass ist rübergekommen!

Viele Grüße
Martin

e-wolff Case Study auf google.com - Conversion Optimierung

05. Januar 2010

…und hier der Link zu unserer Case Study auf google.com zum Thema Conversion Optimierung:

http://www.google.de/intl/de/landing/conversion/experthelp.html

Google Analytics Annotations Launch

10. Dezember 2009

Viele Webseitenbetreiber, aber auch Agenturen kennen das Problem, vor allem dann wenn in größeren Teams an einem Projekt gearbeitet wird: Wann hat der SEO pagerankstarke Backlinks gesetzt? Wann ist die AdWords Sale Aktion des Marketing-Teams gestartet? Wo wurde das letzte Blogposting veröffentlicht? Welchen Website Optimizer Test haben die Developper zuletzt gestartet?

Die wirklich interessante Frage aber lautet: Welche Auswirkungen haben die ganzen Maßnahmen auf Traffic, Conversions und Umsatz der Webseite? Mit Annotations launcht Google Analytics ein vor allem bei e-wolff heiss ersehntes Feature. Nutzer können nun anhand kleiner Notizen festhalten, welche Veränderungen Sie zu welchem Zeitpunkt an der Seite vorgenommen haben. Dies ist zum einen auf privater Ebene möglich, zum anderen aber auch sichtbar für alle anderen Nutzer, die Zugriff auf das Profil haben.

Google Analytics Annotations funktioniert also wie eine Art Logbuch oder Changelog, wie wir es ursprünglich getauft hatten, als wir die Screens als Feature Request Mitte dieses Jahres an das Google Analytics Team geschickt haben. Mit dem Release von Annotations erhoffen wir uns eine noch transparentere Kosten-/Nutzen Bewertung der gemachten Änderungen an einem Webseitenprojekt. Wir sind uns auch sicher, dass Annotations die Zusammenarbeit der einzelnen Teams aus SEO, SEM und Usability, sowie zwischen Agentur und Kunde erheblich verbessern wird. Danke an das Google Analytics Team für das Release von Annotations!
Google Analytics Annotations, Quelle: Google Analytics Blog

Google Analytics Annotations, Quelle: Google Analytics Blog

Der ursprüngliche Google Analytics Changelog Feature Request von e-wolff

Der ursprüngliche Google Analytics Changelog Feature Request von e-wolff

Aktuelle Rechtsdiskussion zu Google Analytics

09. Dezember 2009

Es ist noch offen, ob IP Adressen persönlich identifizierbare Daten darstellen.

Die zusammenarbeitenden Datenschutzbeauftragten der EU-Staaten sind zu der Auffassung gelangt, dass IP-Adressen im Regelfall (bis zum Nachweis des Gegenteils) als personenbezogene Daten anzusehen sind und ihre Speicherung dem Datenschutzrecht unterliegt.

Jedoch nutzen auch europäische Datenschützer Google Analytics auf ihren Webseiten. Google Analytics entspricht nämlich laut Aussage der Unternehmensvertreter von Google dem europäischen Datenschutz-Gesetz.

Der Düsseldorfer Kreis, eine informelle Vereinigung der obersten Aufsichtsbehörden, welche in Deutschland die Einhaltung des Datenschutzes im nicht-öffentlichen Bereich überwachen ist zu dem Schluss gekommen, dass IP Adressen persönlich identifizierbare Daten darstellen. Deren Hinweise zur Umsetzung erscheinen aber wenig praktikabel, da der Nutzer schon vor betreten der Seite auf die Speicherung seiner IP aufmerksam gemacht werden soll, was faktisch nicht möglich erscheint.

Auch wird hier betont, dass der Besucher für den Webseitenbetreiber oder den Statistik-Anbieter weiterhin anonym bleibt - solange der Seitenbesucher keine persönlichen Daten auf den Webseiten eingibt. Den Datenschützern genügt aber die Tatsache, dass der Seitenbesucher überhaupt identifiziert werden kann - also beispielsweise vom jeweiligen Provider - um die IP-Adresse zu den so genannten “Personenbezogenen Daten” nach dem Telemediengesetzes (TMG) zu zählen.

Die Rechtsprechungen in Deutschland lauten dazu bisher noch unterschiedlich. So sind zwei deutsche Gerichte der Meinung, das IP Adressen persönlich identifizierbare Daten darstellen, ein weiteres Gericht aber widerspricht dem Sachverhalt. Pikanterweise nutzen eine Reihe deutscher Politiker auf deren Webseiten ebenfalls Google Analytics (u.a. Familienministerin Dr. Kristina Köhler).

Auf eine finale Entscheidung seitens der Gerichte sind wir gespannt. Google selbst scheint der Diskussion Rechnung bereits zu tragen und sieht die Anonymisierung der IP Adressen in Analytics schon jetzt vor. Generell lassen sich aber ohnehin keine IP Adressen in Google Analytics auslesen, diese werden lediglich in den Datencentern bei Google selbst gespeichert und nach 9 Monaten anonymisiert.

Interessanterweise speichern jedoch fast alle Server in der Standardkonfiguration jegliche IP Adressen, die auf eine Webseite zugreifen. Diesem Umstand tragen die Diskussionen aber bisher keine Rechnung.

Mehr Informationen:
http://www.rechtzweinull.de/index.php?/archives/122-Entscheidung-der-Datenschutzbehoerden-Nutzung-von-Google-Analytics-ohne-Zustimmung-der-Besucher-unzulaessig.html
http://www.netzwelt.de/news/81282-datenschutz-duesseldorfer-kreis-untersagt-speicherung-ip-adressen.html
http://www.econtrolling.de/200911/anonymisiert-google-ip-adressen/

Google Analytics Mythen

09. Dezember 2009

Viele (Neu)Kunden reagieren immer wieder kritisch bezüglich Datenerfassung mit Google Analytics. Nachstehend möchten wir gerne einige Mythen klären, die über Google Analytics im Internet kursieren. Wir haben auf unserem Besuch im Google Headquarter USA mit Phil Mui, Senior Product Manager Google Analytics gesprochen und möchten nachstehend die Ergebnisse aus dem Gespräch präsentieren.

Mythos 1: Wenn ich Analytics installiere weiß Google alles über mich.

Falsch. Ausser den Google Analytics Mitarbeitern haben weltweit momentan nur 10 Mitarbeiter aus Google AdWords Zugriff auf ausgewählte Analytics Konten. Google Analytics bzw. AdWords Mitarbeiter werden immer nur zu Supportzwecken unter ausdrücklicher Anweisung des Kunden auf das Konto zugreifen. AdWords Mitarbeiter können dann höchstens Zugriff für einen limitierten Zeitraum von 6 Monaten erhalten, anschließend wird dieser wieder gesperrt. Alle anderen Google Mitarbeiter, die nicht zum Analytics Team gehören haben weder Zugriff auf die Konten, noch auf die Rohdaten.

Mythos 2: Wenn ich unter Google Analytics-Datenfreigabeeinstellungen die Option „mit Google-Produkten“ oder „Anonym mit Google und anderen“ wähle haben alle Google Mitarbeiter und meine Konkurrenz Zugriff auf meine Daten

Falsch. Die Einstellung „Nur mit anderen Google Produkten“ schaltet lediglich den Zugriff auf das Analytics Profil über andere Google Produkte (z.B. AdWords) frei und sorgt außerdem dafür, dass beispielsweise Daten von AdWords in Analytics importiert werden können.
Die Einstellung „Anonym mit Google und Anderen aktiviert den Benchmarking Service. Google entfernt alle Informationen, die mit Ihrer Website in Verbindung gebracht werden können, kombiniert die Daten mit Hunderten von anderen anonymen Websites in vergleichbaren Branchen und erfasst Gesamttrends im Benchmarking-Service.
Alle gemachten Einstellungen wirken sich aber nicht auf die Zugriffsrechte von Google Mitarbeitern aus, sondern dienen lediglich dazu, von anderen Google Produkten aus auf Google Analytics zugreifen zu können. Siehe dazu Mythos 1.

Mythos 3: Google Analytics speichert die IP Adressen meiner Kunden und reichert Sie mit weiteren Informationen an, um Nutzerprofile zu erstellen.

Falsch. Google liest die IP Adresse ein einziges Mal zum Zwecke des Geotargeting aus, die IP Adresse wird nach 9 Monaten anonymisiert. Da die meisten Nutzer Dynamische IP Adressen nutzen, oder mehrere Nutzer eine IP Adresse teilen wäre eine Erstellung von aussagekräftigen Nutzerprofilen schon rein technisch nicht zu lösen.

Generell sind die Datenschutzrichtlinien von Google Analytics sehr streng. Es dürfen generell keine persönlich identifizierbaren Daten ausgelesen werden. So ist es beispielsweise – im Gegensatz zu anderen Webanalyse Tools – auch nicht mehr möglich, IP Adressen von Website Besuchern im Analytics Profil anzeigen zu lassen. Mehr Informationen: http://groups.google.com/group/analytics-help/web/are-ip-addresses-tracked-by-google-analytics

Mehr Informationen zu weiteren Google Analytics Mythen:
http://analytics.blogspot.com/2009/05/top-ten-myths-about-google-analytics.html

Interview mit Christian Böhme zum Google Conversion Professional Siegel

03. November 2009

„Google Conversion Professional“: Gütesiegel für Website-Optimierung

e-wolff ist seit 01. Oktober 2009 geprüfter Conversion-Experte

„Google Conversion Professional“ (GCP) weist den Träger als anerkannten Experten für die Website-Optimierung aus. Doch was verbirgt sich genau dahinter? Und was bringt es den Website-Betreibern? Die Textakademie hat nachgefragt bei einem, der es ganz genau wissen muss. Denn er gehört seit dem 01. Oktober 2009 zum erlesenen Netzwerk der von Google geprüften Conversion-Experten: Christian Böhme von e-wolff (www.e-wolff.de).

Herzlichen Glückwunsch zum Siegel „Google Conversion Professional“, das deutschlandweit nur 11 Mal vergeben wurde. Wieso kann nicht jede AdWords-Agentur diese Auszeichnung erhalten?

Google ist hier sehr anspruchsvoll. Wer sich „Google Conversion Professional“ nennen will, muss einen umfangreichen Bewerbungsprozess durchlaufen und etliche Voraussetzungen erfüllen. Und nachweisen, dass hohe Kompetenz und Expertenwissen vorhanden sind. Denn dieses Programm richtet sich vorwiegend an Agenturen, die sich bereits länger mit dem Thema Conversion-Optimierung auseinandergesetzt haben, also die Umwandlung von Besucher in Käufer. Wir wurden auf Herz und Nieren geprüft, bis wir schließlich die Nachricht erhielten: Prüfung bestanden, Siegel erteilt.

Und was bedeutet das nun für einen Website-Betreiber? Wie profitiert er davon, dass eine Agentur im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichnet ist?

„Google Conversion Professionals“ haben besondere Expertise in der Webanalyse und Usability-Optimierung. Bei vielen Agenturen wurde bisher der Focus sehr stark auf Google AdWords und Optimierung der Anzeigen gelegt. Dies ist auch gut so, reicht allerdings noch lange nicht aus. Es ist einfach zu verstehen, dass die Auffindbarkeit auf Google nur die halbe Miete ist. Um tatsächlich seine Ziele zu erreichen, spielt die Webseite mindestens eine genauso große Rolle. Denn sie ist „Ihr Online-Vertriebsmitarbeiter“ und muss überzeugen. Der Erfolg im Internet hängt somit im großen Maße davon ab, wie gut eine Website ist. Und hier kommt es oft auf viele Kleinigkeiten an, die zusammen eine große Wirkung haben. Google hat nun genau dieses Wissen und die Erfahrung von e-wolff zertifiziert. Google Conversion Professionals wissen, an welchen Stellen der Webseite Probleme entstehen und wie man diese gezielt beheben kann. Oft testen wir Details wie zum Beispiel welches Bild eher den Besucher anspricht. Die Steigerungsraten lassen sich detailliert nachweisen und die Kunden haben dauerhaft mehr Erfolg. Wer möchte das nicht?

Das Siegel „Google Conversion Professional“ kennzeichnet also hervorragende Qualität?

Nicht nur das: Es liefert gleichzeitig mehr Transparenz für den Markt. Website-Betreibern wird die Auswahl des richtigen Partners zur Optimierung erheblich erleichtert. Wo dieses Siegel steht, steckt Qualität dahinter – von Google ganz offiziell zertifiziert. Der Kunde kann sich sicher sein, dass er hier den richtigen Ansprechpartner für die Conversion-Optimierung findet.

e-wolff wurde 2001 gegründet und beschäftigt heute über 25 Mitarbeiter in den Bereichen Suchmaschinenmarketing, Suchmaschinenoptimierung und Conversion-Optimierung. Bereits Ende 2008 wurde die Agentur aus Friolzheim als „Website Optimizer Authorized Consultant“ zertifiziert. Neben den Agenturleistungen vermittelt e-wolff sein Wissen auch in Seminaren und Inhouse-Schulungen. Zum Beispiel im Kompaktkurs bei www.textakademie.de „Website-Optimierung/Usability“.

11 Jahre Google in zwei Minuten

27. Oktober 2009